Calandi ist eine Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten Unternehmensbewertung und Nachfolgeregelung. Mit Hauptsitz in Düsseldorf und Standorten in München, Hamburg und Frankfurt am Main beraten wir deutschlandweit Unternehmer aus dem Mittelstand und sichern langfristig Lebenswerke.
Die Erfahrung unserer Mitarbeiter aus den verschiedenen Bereichen, wie Wirtschaftsprüfung, Investment Banking, Private Equity, Fonds und deutscher Mittelstand garantiert eine umfassende und strategische Transaktionsberatung. In einem strukturierten Verkaufsprozess stellen wir im Interesse unserer Mandanten die richtigen Weichen für eine geeignete Nachfolge.
Als starker Partner an Ihrer Seite stellen wir sicher, dass Sie sich auch in der Übergangszeit vollkommen auf das konzentrieren können, was Ihnen wichtig ist: Ihr Unternehmen, Ihre Kunden und Mitarbeiter.
Der Entschluss zum Unternehmensverkauf ist eine bedeutende Entscheidung. Jede erfolgreiche Unternehmensnachfolge ruht auf den drei Säulen: die Verkaufsvorbereitung, die Selektion aus des Käufers und die professionelle Vermarktung. Die Berücksichtigung individueller Vorstellungen und Anforderungen an einen potenziellen Nachfolger nimmt dabei für uns einen hohen Stellenwert ein.
Das Wichtigste in Kürze
- Calandi ist eine M&A-Beratung für den deutschen Mittelstand mit Standorten in Düsseldorf, München, Hamburg und Frankfurt am Main. Unsere Mandanten sind meist Familienunternehmen und Holdinggesellschaften.
- Wir beraten auf der Verkäuferseite: bei der Nachfolge, beim strategischen Verkauf, bei Spin-offs und bei der Kapitalbeschaffung. Jedes Mandat betreut ein festes Deal Team vom ersten Gespräch bis zum Closing.
- In der Verkaufsvorbereitung optimieren wir den erzielbaren Kaufpreis und die Käuferansprache, etwa durch die Herauslösung nicht betriebsnotwendigen Vermögens oder das Erschließen neuer Vertriebskanäle.
- Käufer suchen wir für jedes Mandat individuell. Über eigenes Research und Market Screening identifizieren wir Strategen, Private-Equity-Investoren und Family Offices und sprechen sie direkt an.
Anlässe für eine M&A Beratung
Nicht jede Transaktion ist eine Nachfolge. In der Praxis begleiten wir vor allem:
- Unternehmensnachfolge — der Verkauf des Lebenswerks an einen Nachfolger, wenn innerhalb der Familie keine Lösung besteht
- Strategischer Verkauf — der Verkauf an einen Strategen oder Finanzinvestor, um Wachstum, Internationalisierung oder Konsolidierung zu ermöglichen
- Spin-off und Carve-out — die Herauslösung eines Geschäftsbereichs oder einer Tochtergesellschaft aus einer bestehenden Struktur
- Übernahmen (Buy Side) — der gezielte Zukauf von Wettbewerbern, Zulieferern oder Technologie
- Kapitalbeschaffung — die Aufnahme von Eigen- oder Mezzanine-Kapital, etwa über Minderheitsbeteiligungen von Private-Equity-Investoren
- Sicherung von Unternehmenswerten — die geordnete Übergabe oder Restrukturierung, bevor Wert verloren geht
- Liquidierung und Teilverkauf — die wertorientierte Verwertung einzelner Assets, wenn eine Fortführung im Ganzen nicht sinnvoll ist
Für Mittelstandstransaktionen dieser Art gilt: Je früher ein M&A Berater eingebunden ist, desto größer der Spielraum bei Struktur, Zeitplan und Kaufpreis.
Verkaufsvorbereitung
In der Verkaufsvorbereitung wird mit geeigneten Maßnahmen und Instrumenten der erzielbare Kaufpreis und die Käuferansprache optimiert. Dies kann beispielsweise die Erschließung bislang ungenutzter Vertriebskanäle umfassen, aber auch andere Maßnahmen, wie die Herauslösung von Grundstücken oder nicht betriebsnotwendigem Vermögen und das Herauskaufen in Verzug geratener, problematischer Forderungen durch ein Factoring-Unternehmen.
Es geht darum, die richtigen Kandidaten zu ermitteln und das „Matching“ zu verbessern, sprich: passende Kaufinteressenten für die Verkaufsmandate vorzusortieren und im Dialog mit den Mandanten herauszufiltern.
Dr. Rainer Ammon, Advisory Board – Calandi GmbH
Methoden der Unternehmensbewertung
Vor jeder Ansprache steht die Frage, was das Unternehmen wert ist. Die Antwort darauf ist keine einzelne Zahl, sondern eine Bandbreite — abhängig davon, welches Verfahren angewendet wird und welcher Käufertyp am Ende bietet. Ein Stratege bewertet Synergien, ein Finanzinvestor den freien Cashflow, ein MBI-Kandidat die Finanzierbarkeit aus dem laufenden Geschäft.
In der Praxis der Mittelstandstransaktionen sind drei Verfahren verbreitet: das Multiplikatorverfahren, das Ertragswert- beziehungsweise DCF-Verfahren und das Substanzwertverfahren. Wir rechnen im Rahmen eines Unternehmenswertgutachtens in der Regel mehrere Verfahren parallel und gleichen die Ergebnisse gegeneinander ab. Weichen sie stark voneinander ab, ist das kein Fehler in der Rechnung, sondern ein Hinweis auf einen Werttreiber oder ein Risiko, das im Verkaufsprozess adressiert werden muss.
Multiplikatorverfahren
Das Multiplikatorverfahren ist das am häufigsten genutzte Verfahren bei Mittelstandstransaktionen, weil es sich direkt an tatsächlich gezahlten Kaufpreisen orientiert. Die Logik ist einfach: Eine bereinigte Ergebnisgröße wird mit einem Faktor multipliziert, der aus vergleichbaren Transaktionen abgeleitet wird.
Üblich sind der EBIT- und der EBITDA-Multiplikator, in einzelnen Branchen mit stabilen Margen auch Umsatzmultiplikatoren. Das Ergebnis ist zunächst der Enterprise Value, also der Wert des operativen Geschäfts. Erst nach Abzug der Nettofinanzverbindlichkeiten ergibt sich der Wert der Anteile, den der Verkäufer tatsächlich erhält — die übliche Cash-and-Debt-free-Betrachtung.
Entscheidend ist die Datenbasis. Multiplikatoren börsennotierter Unternehmen lassen sich nicht auf ein mittelständisches Unternehmen übertragen: Größe, Fungibilität der Anteile und Abhängigkeit vom Inhaber führen zu deutlichen Abschlägen. Wir arbeiten deshalb mit Multiples aus Transaktionen vergleichbarer Größenklassen und einer Peer Group, die zur Branche, zum Geschäftsmodell und zur Region passt. Diese Auswahl ist der eigentliche Arbeitsschritt, nicht die Multiplikation.
Innerhalb der Bandbreite einer Branche entscheiden Werttreiber über die Position:
- Abhängigkeit vom Inhaber — existiert eine zweite Führungsebene, die das Geschäft ohne den Verkäufer trägt?
- Kundenkonzentration — wie viel Umsatz hängt an den drei größten Kunden?
- Wiederkehrende Umsätze — Service-, Wartungs- und Rahmenverträge werden höher bewertet als Projektgeschäft
- Auftragsbestand und Planungsqualität — belastbare Zahlen reduzieren das Risiko des Käufers und damit den Abschlag
- Margenentwicklung und Wachstum — ein stabiler Trend über mehrere Jahre wiegt schwerer als ein starkes Einzeljahr
Das Multiplikatorverfahren liefert damit eine belastbare Orientierung, aber keinen Preis. Der tatsächliche Kaufpreis entsteht erst im Wettbewerb mehrerer Bieter und hängt zusätzlich von der Struktur der Transaktion ab — etwa von Earn-out-Komponenten, Verkäuferdarlehen oder Rückbeteiligungen. Genau deshalb ist die Bewertung bei uns der Startpunkt des Prozesses, nicht sein Ergebnis.
Bieterverfahren
Auf Basis der Kaufgebote überlegen wir mit Ihnen gemeinsam, welcher Nachfolger (aufgrund des Kaufpreises, der Fähigkeiten / Erfahrungen und des persönlichen Eindrucks) am besten geeignet
ist, um das Unternehmen erfolgreich weiterzuführen.
In diesem Zusammenhang kann es sinnvoll sein, unter den als geeignet angesehenen Kandidaten ein strukturiertes Bieterverfahren durchzuführen, um über die Gebote zu einer adäquaten Preisbildung zu gelangen. Auch wenn theoretisch verschiedene Verfahren (z.B. Holländische oder Zweitpreisauktion mit Sealed-Bid) zur Anwendung kommen könnten, wird in der Praxis die einfache Erstpreisauktion bevorzugt.
Market Screening und Direktansprache
Die Suche nach dem richtigen Käufer ist einer der wichtigsten Schritte des Transaktionsprozesses. Am Anfang steht deshalb ein konkretes Suchprofil, das gemeinsam mit dem Mandanten festgelegt wird: Branche, Größe, Region, Käufertyp und die Frage, wer als Nachfolger ausdrücklich nicht in Frage kommt.
Auf dieser Grundlage führt unser Research eine systematische Marktrecherche durch — Market Screening über Datenbanken, Branchenverzeichnisse, Beteiligungsportfolios und unser eigenes Netzwerk. Daraus entsteht eine Longlist möglicher Kandidaten, die gemeinsam mit dem Mandanten zur Shortlist verdichtet wird.
Die Ansprache erfolgt anschließend als Direktansprache: diskret, anonymisiert über einen Teaser und erst nach unterzeichneter Vertraulichkeitserklärung mit Nennung des Unternehmens. Angesprochen werden je nach Suchprofil:
- Strategen — Wettbewerber, Zulieferer oder Kunden mit klarem Synergiepotenzial
- Private Equity — Finanzinvestoren mit passendem Fondsfokus, auch für Plattform- und Add-on-Strategien
- Family Offices — häufig mit langfristigem Anlagehorizont und ohne festen Exit-Zeitpunkt
- Holdinggesellschaften — unternehmerisch geführte Beteiligungsgesellschaften, oft ohne Verkaufsabsicht
- MBI-Kandidaten — erfahrene Manager, die ein Unternehmen im Rahmen einer Nachfolge übernehmen
Wir prüfen Bonität, Qualifikation und Motivation der Interessenten, bevor es zum ersten persönlichen Kennenlernen kommt. Als unabhängiger M&A Berater sind wir dabei nicht an einzelne Investoren gebunden — unser Mandat liegt ausschließlich beim Verkäufer.
Zusammenfassung
Wir setzen an den drei Punkten (Verkaufsvorbereitung, Käuferselektion und Bieterverfahren) an, um für Ihr Unternehmen den geeigneten Nachfolger zu finden. Wir konzentrieren uns auf die wichtigsten Themen und räumen einer guten Vorbereitung und gezielten Käuferansprache Vorrang ein, denn für uns zählt in erster Linie die Wirkung im Vermittlungsprozess.
FAQ
Die Sell-Side M&A-Beratung ist die Begleitung des Verkäufers bei einem Unternehmensverkauf: Vorbereitung, Bewertung, Ansprache und Auswahl der Käufer sowie Verhandlung bis zum Vertragsabschluss. Calandi ist überwiegend auf der Verkäuferseite tätig.
Ein strukturierter Verkaufsprozess, Zugang zu passenden Käufern und Erfahrung mit den Transaktionsgrößen des Mittelstands. Große Investmentbanken betreuen meist erst Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich; mittelständische Verkäufe brauchen darauf spezialisierte Berater. Wichtig ist außerdem, dass der Inhaber das operative Geschäft während des Prozesses weiterführen kann.
Fehlt ein familieninterner Nachfolger, übernimmt ein M&A-Berater die Suche nach einem externen Käufer: strategische Investoren, Finanzinvestoren oder Managementteams (MBO/MBI). Der Berater steuert Bewertung, Ansprache, Due Diligence und Verhandlung.
Üblich ist eine Kombination aus monatlichem Retainer und erfolgsabhängiger Provision, meist als Prozentsatz des Transaktionswerts. Die genauen Werte unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen.
Von der Mandatierung bis zum Closing vergehen üblicherweise 6–12 Monate. Der Zeitrahmen hängt vom Vorbereitungsstand, der Unternehmensgröße und dem Käuferinteresse ab.