{"id":664,"date":"2023-08-14T12:34:13","date_gmt":"2023-08-14T10:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.calandi.de\/?p=664"},"modified":"2026-02-25T09:56:24","modified_gmt":"2026-02-25T08:56:24","slug":"taxonomie-pro-fintech-contra-mittelstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.calandi.de\/taxonomie-pro-fintech-contra-mittelstand\/","title":{"rendered":"Taxonomie pro Fintech contra Mittelstand\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p><strong>Die Zeiten \u00e4ndern sich. Waren Fintechs zu New-Economy-Zeiten nicht Unternehmen, die angetreten waren, mittels effizienter Technologien etablierte Gro\u00dfbanken das Fu\u0308rchten zu lehren?<br>Neben Paytech-Unternehmen wie Paypal, Antgroup-Alipay und Klarna ist in den vergangenen Jahren eine Reihe von Wealthtech-Unternehmen (Scalable Capital und andere) entstanden, die basierend auf KITechnik Anlageentscheidungen treffen und auf diese Weise kostengu\u0308nstig anbieten, was fru\u0308her im Private Banking hohe Gebu\u0308hren verschlang<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>In j\u00fcngster Zeit machen allerdings FinTechs von sich reden, die unter dem Stichwort \u201eRegTech\u201c als technische Antwort auf regulatorische Vorgaben im Zuge des Green Deals Banken, Fondsgesellschaften und Unternehmen darin unterst\u00fctzen, die mit der EU-Taxonomie einhergehenden Datenmengen zu bew\u00e4ltigen: Greenomy oder die norwegische Celsia, um nur zwei Unternehmensbeispiele zu nennen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">RegTechs &#8211; was verbirgt sich dahinter?<\/h2>\n\n\n\n<p>Mit Hilfe von RegTech L\u00f6sungen werden Daten regelm\u00e4\u00dfig erhoben, verifiziert und verarbeitet. In Abh\u00e4ngigkeit von Branche, Zulieferern und anderen Faktoren werden dynamische Entscheidungsb\u00e4ume erzeugt, die ein einfaches Navigieren durch regulatorische Vorgaben erm\u00f6glichen. Non-Financial Reporting Directive (NFRD) hei\u00dft das Zauberwort, das dazu f\u00fchrt, dass Pflichtangaben zu Umweltzielen in den Gesch\u00e4ftsbericht gro\u00dfer Unternehmen einflie\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die mit den Vorgaben \u201eeinhergehenden Regulierungspakete und neuen Anforderungen an Unternehmen sind einzigartig\u201c, frohlocken Partner der Beratungsfirma Oliver Wyman in einem Gastbeitrag f\u00fcr die B\u00f6rsen Zeitung vom 10. August 2022. An der Schnittstelle zwischen Nachhaltigkeit und Regulierung sei ein \u201ewahrer Start-up Boom\u201c entstanden, so die Berater.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass diese Entwicklung im Bereich Financial Services f\u00fcr reichlich Arbeit sorgen d\u00fcrfte, scheint unmittelbar einleuchtend. Pr\u00fcfungsnahe Beratungsprojekte zur Berechnung von ESG-Kennzahlen, IT- und Datenprojekte, Projekte zur korrekten Offenlegung und Berichterstattung. Ob die Projektflut geeignet ist, den Wohlstand und Schutz der Umwelt zu f\u00f6rdern, steht auf einem anderen Blatt.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welchen Beitrag leistet die Taxonomie \u00fcber den Zertifikate-Handel hinaus?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bekanntlich gibt es bereits einen CO\u2082 Zertifikate Handel in der EU. Die Tonne CO\u2082 kostet dort aktuell 87 EUR, noch 2018 lag der Preis bei unter 10 EUR. Bei der Freisetzung einer Tonne CO\u2082 durch ein Automobil wiederum werden derzeit an der Zapfs\u00e4ule bereits zwischen 700 und 800 EUR in Rechnung gestellt (Stand Okt. 2022)<a id=\"_ftn1\" href=\"\/#_ftnref1\">[1]<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Warum sollte eine Taxonomie, die lediglich verbindliche Definitionen, was als nachhaltiges Wirtschaften gilt, festlegt und die Unternehmen verpflichtet offenzulegen, inwieweit ihr Handeln an den Kriterien der Taxonomie ausgerichtet ist, dar\u00fcber hinaus irgendetwas bewirken? Selbst wenn regulierte Fonds und Banken auf Grund der Taxonomie in \u201ekonforme\u201c Unternehmen investieren, akquirieren andere Investorengruppen (wie z.B. Beteiligungsgesellschaften und mittelst\u00e4ndische Unternehmen) die \u201everschm\u00e4hten\u201c Unternehmen und wetten darauf, sich auf diese Weise h\u00f6here Renditen zu sichern. Der Markt f\u00fcr lukrative Investitionen gleicht die Pegelst\u00e4nde aus, er l\u00e4sst sich nicht selektiv und lokal trockenlegen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stage2.calandi.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/tagebau-2-scaled-1-1024x562.jpg\" alt=\"Taxonomie\" class=\"wp-image-825\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Anspruch und Wirklichkeit in Deutschland klaffen auseinander &#8211; Kohle hat einen Anteil von 41 % am Strommix (Stand: November 2022). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In Bereichen, wo es keine wettbewerbsf\u00e4higen \u00f6kologischen Produktalternativen gibt, treten notwendigerweise Unternehmen auf den Plan, die sich entsprechend mit Kapital versorgen, um diese nicht leicht substituierbaren Produkte herzustellen. Anderenfalls w\u00e4re Saudi Aramco an der B\u00f6rse nicht kurzzeitig im Mai 2022 zum wertvollsten Unternehmen der Welt avanciert &#8211; vor Apple!<\/p>\n\n\n\n<p>Es dr\u00e4ngt sich der Verdacht auf, dass Subventionen in Form von g\u00fcnstigen Krediten das Taxonomie-Regelwerk popul\u00e4r machen bzw. f\u00fcr dessen \u201eErfolg\u201c sorgen werden. \u00c4hnlich wie beim 9-EUR Ticket die schiere Nachfrage nach einem stark subventionierten Produkt bereits politisch als Erfolg umgedeutet wurde.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Tempo durch technischen Fortschritt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Notwendige Industrien, deren Gesch\u00e4ftsmodell auf absehbare Zeit nicht klimaneutral sein wird, d\u00fcrfen aber bei solchen \u00dcberlegungen nicht ausgeblendet werden als g\u00e4be es sie nicht. Die Extraktion und Verarbeitung von Rohstoffen, Stra\u00dfen- und Bergbau, sowie Stahlindustrie sind unumg\u00e4nglich, wenn das heutige Wohlstandsniveau in Deutschland und Europa auch nur ann\u00e4hernd erhalten bleiben soll. Die Eingriffe in die Natur bei diesen Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnen allenfalls mehr oder minder schwer ausfallen. Dass derartige nicht klimaneutrale Aktivit\u00e4ten mit einer Abh\u00e4ngigkeit von g\u00fcnstigen fossilen Energietr\u00e4gern keine wirtschaftliche Randerscheinung darstellen, l\u00e4sst sich momentan an den auf breiter Front teurer gewordenen Warenk\u00f6rben ablesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Covestro Chef Markus Steilemann griff das Dilemma k\u00fcrzlich in einem Interview mit der Wirtschaftswoche auf, als er darauf hinwies, dass die Transformation noch Jahrzehnte dauern werde. Derzeit werden 16 % des Energiebedarfs des Werkstoffherstellers aus erneuerbaren Energien gedeckt. Nicht Erd\u00f6l basierte Vorprodukte f\u00fcr Kunststoffe, die unter anderem f\u00fcr Batterie-Cases in Elektroautos verwendet werden, werden kaum verwendet. 98,5 % der Vorprodukte werden aus Erd\u00f6l erzeugt. Beim derzeitigen Tempo, so musste Steilemann eingestehen, w\u00fcrde die Umstellung 100 Jahre dauern. Daraus folgt, dass die einzige Hoffnung f\u00fcr eine beschleunigte Verringerung dieser desastr\u00f6sen Werte in vermehrter Forschung und technischem Fortschritt liegt.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Status quo bei Chemie-Unternehmen \/ Werkstoffhersteller Covestro &#8211; Der Wille ist da, die Realit\u00e4t in energieintensiven Branchen aber nach wie vor eine Herausforderung.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p>Nicht bei jeder Produktinnovation setzt sich aber die \u00f6kologische Variante durch. Abstriche bei der Leistungsf\u00e4higkeit oder Bequemlichkeit kompensieren h\u00e4ufig einen wie immer gearteten \u00f6kologischen Nutzen: wiederaufladbare Batterien haben sich beispielsweise nie richtig durchgesetzt, Fl\u00fcssigseife und Kapselkaffee hingegen schon. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachhaltigkeitskonforme Alternativen, die mit Lebenszeit- und Produktivit\u00e4tseinbu\u00dfen einhergehen, setzen sich in der Regel nicht durch. Zeit, die in den Dienst der \u00d6kologie gestellt wird, kann nicht beruflich-technischen Herausforderungen oder privaten Angelegenheiten gewidmet werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Fahrrad statt Auto fahren mag in bestimmten F\u00e4llen sinnvoll sein, der Anteil an zur\u00fcckgelegten Kilometern ist bei den meisten Verkehrsteilnehmern aber vernachl\u00e4ssigbar. Entsprechend kommen empirische Studien zu dem Ergebnis, dass hoch bezahlte Arbeitnehmer und solche mit langen Arbeitszeiten zeitraubende \u00f6kologische Alternativen regelm\u00e4\u00dfig links liegen lassen<a href=\"\/#_ftn2\">[2]<\/a>.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>ESG ohne Zielkonflikte<\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<p>Das Thema ESG macht auch vor Verm\u00f6gensverwaltungen keinen Halt. Sie m\u00fcssen ihre Kunden seit kurzem zum Thema Nachhaltigkeit in der Geldanlage befragen. Auch hier mehren sich die skeptischen Stimmen, die wie die Finanzprofessorin Christine Laudenbach vom Leibniz-Institut f\u00fcr Finanzmarktforschung die Gefahr sehen, dass Fondsprodukte teurer werden, wenn Kunden nachhaltig investieren wollten. <\/p>\n\n\n\n<p>Ob dies einer Umlage der gestiegenen Kosten geschuldet ist oder ein Absch\u00f6pfen der Zahlungsbereitschaft, l\u00e4sst sich zwar noch nicht genau sagen. Sicher ist aber, dass die neuen Vorschriften die Preistransparenz zwischen konkurrierenden Banken nicht erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was die EU-Taxonomie und verwandte Programme implizit versprechen, ist letztlich Klimaschutz ohne Zielkonflikt und unerw\u00fcnschte Sekund\u00e4reffekte. Die DSGVO mit dem unabl\u00e4ssigen Wegklicken von Cookie-Informationen und massiven Implementierungskosten auf Unternehmensseite (inkl. Abmahnindustrie) l\u00e4sst als regulatorisches Vorbild gr\u00fc\u00dfen. Preistreibende Effekte solcher Regulierung sind f\u00fcr Verbraucher kaum quantifizierbar. <\/p>\n\n\n\n<p>Von Verbrauchern werden Vorgaben in der Regel achselzuckend hingenommen, weil diese die Kehrseite nicht unmittelbar sehen. Technischer Fortschritt ist aber kein abstrakter Parameter in volkswirtschaftlichen Modellen. Er entsteht durch Forschung und unternehmerische Experimente. Arbeitskr\u00e4fte, die Taxonomien erlassen oder sich um deren Umsetzung k\u00fcmmern, stehen weder f\u00fcr Forschung noch f\u00fcr &#8222;sch\u00f6pferische Zerst\u00f6rung&#8220; (Schumpeter) zur Verf\u00fcgung, sondern sind Kostg\u00e4nger des marktwirtschaftlichen Wohlstandswunders.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausblick<\/h2>\n\n\n\n<p>Bleibt die Frage, wie Mittelst\u00e4ndler die Dokumentationsanforderungen unter vertretbarem personellem Aufwand schultern werden? Viele KMU-Betriebe sind bislang gl\u00fccklicherweise von den Vorschriften ausgenommen, wenigstens dann, wenn Umsatz, Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl unter gewissen Gr\u00f6\u00dfenkriterien liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche, die k\u00fcnftig zur Offenlegung von Nachhaltigkeitsinformation im Lagebericht verpflichtet sind, werden die gestiegenen Kosten \u00fcber Preise an die Verbraucher weitergeben und den Reporting-Bereich selbst in Bezug auf die Datenbeschaffung und -verarbeitung auslagern. Berater, RegTechs und Wirtschaftspr\u00fcfer freuen sich heute schon.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div id=\"Zusammenfassung\" class=\"wp-block-group blog-highlight-summary\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><\/h3>\n\n\n\n<p>Dieser Beitrag erschien in leicht gek\u00fcrzter Fassung in der Herbstausgabe des Magazins Lebenswerk &#8211; eines gemeinsamen Magazins des Deutschen Instituts f\u00fcr Unternehmensnachfolge e.V. und des Bundesverbands Mergers &amp; Acquistions e.V.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p><a id=\"_ftn1\" href=\"\/#_ftnref1\">[1]<\/a> Die implizite CO2-Steuer schwankt mit dem \u00d6lpreis und liegt in Zeiten von Preisspitzen bei etwa EUR 400. Die unterschiedlichen Grenzvermeidungskosten sind eine seit langem bekannte Ineffizienz. Politische Durchsetzbarkeit zeitigt eben selten klimapolitische Effizienz, was die Hypothese untermauert, dass mehr politische Feinsteuerung \u00fcber eine Taxonomie ein fragw\u00fcrdiger Ansatz ist.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"\/#_ftnref2\">[2]<\/a> z.B. Matsumoto, Shigeru. (2013). The Opportunity Cost of Pro-Environmental Activities: Spending Time to Promote the Environment. Journal of Family and Economic Issues. 35. 10.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterf\u00fchrende Links:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/podcast\/chefgespraech\/podcast-chefgespraech-covestro-chef-steilemann-jedes-watt-zaehlt\/28595514.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.wiwo.de\/podcast\/chefgespraech\/podcast-chefgespraech-covestro-chef-steilemann-jedes-watt-zaehlt\/28595514.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Finanzprofessorin Christine Laudenbach&nbsp; &#8211; Uni-Frankfurt &#8211; Leibniz-Institut f\u00fcr Finanzmarktforschung SAFE<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/finanzprofessorin-laudenbach-nachhaltige-anlage-kann-teurer-werden-18192211.html?GEPC=s10\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/finanzprofessorin-laudenbach-nachhaltige-anlage-kann-teurer-werden-18192211.html?GEPC=s10<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zeiten \u00e4ndern sich. 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